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Bombodrom offenbar vor dem Aus

Am Mittwoch könnte es endlich soweit sein. Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wird dann aller Voraussicht nach ein Votum gegen eine militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner-Heide abgeben uns damit das Ende der jahrelangen Auseinandersetzungen um das so genannte "Bombodrom" einläuten. In einer Beschlussempfehlung für kommenden Mittwoch wird eine militärische Nutzung erstmals eindeutig kritisiert. Die Einwände von Bürgern aus der Region und den Landesregierungen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden als "grundsätzlich berechtigt" angesehen und die Interessen der Bevölkerung höher bewertet als die der Bundeswehr.

Sollte sich der Petitionsausschuss wie erwartet gegeneine militärische Nutzung aussprechen, wird allgemein davonausgegangen, dass Verteidigungsminister Jung (CDU) den Rückzugeinleiten und auf weitere Gerichtsverfahren - die Bundeswehr kassiertebereits 25 Niederlagen in dieser Auseinandersetzung - verzichten wird.

MinisterpräsidentMatthias Platzeck, SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und dieBrandenburger SPD hatten sich immer wieder gegen die Nutzung derKyritz-Ruppiner Heide ausgesprochen und dafür gesorgt, dass die zivileNutzung auch ins SPD-Wahlprogramm für die Bundestagswahl aufgenommenwurde. Die Bürgerinitiative "Freie Heide" war erst vor wenigen Monatenmit dem Regine-Hildebrandt-Preis der SPD für ihren Einsatz gegen das"Bombodrom" ausgezeichnet worden.