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Platzeck eröffnet Fotoausstellung zum Mauerfall

Ausstellung MauerfallEs waren dramatische Tage und Wochen. Die Zeit des Mauerfalls 1989 werden sind nun im Landtag wieder lebendig: Mehr als 50 großformatige schwarz-weiß Bilder des Kleinmachnower Fotografen Bernd Blumrich zeigen Aufbegehren im Herbst 1989, Mauerfall im November und demokratische Entwicklung in Potsdam, Teltow und Kleinmachnow.

Gestern eröffnete Ministerpräsident Matthias Platzeck die Ausstellungin den Räumen der SPD-Landtagsfraktion: "Die Ausstellung bringt stillund zurückhaltend, aber kraftvoll und überzeugend die Atemlosigkeit undDramatik dieser Monate zurück", so Platzeck. Der Tag der Eröffnung seiauch ein guter Anlass, um an den 17. Juni 1953 und die Niederschlagungdes Arbeiteraufstandes in Ost-Berlin zu erinnern.

Die Bilder gehören in die Reihe der Ausstellungen der SPD-Fraktion imLandtag. Sie ist bis zum 2. Juli zu sehen. Auch SPD-FraktionschefGünter Baaske zeigte sich tief beeindruckt und erklärte: "Es ist eingroßes Geschenk, dass Bernd Blumrich damals zur Kamera griff und dieAugenblicke festhielt - die Augen und Blicke in den Gesichtern erzählendabei viel über die Anspannung und Angst, aber auch Freude und Glückjener Tage."

Matthias Platzeck erinnerte eindringlich an die Männer und Frauen inPotsdam und anderen Orten, "die mit Mut, Entschlossenheit und Ideenvorangegangen sind, um die Macht von SED, Einheitsfront und Stasi zubrechen." Besonders hob er den im April 2002 verstorbenen Dr. RudolfTschäpe hervor, "der gemeinsam mit Mitstreitern leise, aberwirkungsvoll den Grundstein gelegt hatte für friedliche Veränderungen."

Matthias Platzeck nutze die Gelegenheit, sich gegen jede Form der"Schwarz-Weiss-Malerei" zu wenden. Platzeck betonte: "Ganz vieleOstdeutsche sind entnervt, weil es immer nur darum geht: Warst du dafüroder dagegen? Bist du Täter oder Opfer? Es sind dieSchwarz-Weiß-Debatten, die die Leute hier kirre machen".