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Die Einheit vollenden

Frank-Walter SteinmeierIm Herbst jährt sich der Mauerfall zum 20. Mal. Das ist der Verdienst der engagierten und mutigen Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR, sagt Frank-Walter Steinmeier. Die deutsche Einheit sieht er als gelungen an - "aber noch nicht vollendet".

Im Interview mit der Super Illu unterstrich der SPD-Kanzlerkandidatdie besondere Leistung der Menschen in Ostdeutschland, die vor 20Jahren mit ihrem friedlichen Protest das System in Knie zwangen. Erselbst, erinnert sich Steinmeier, war damals Anfang 30 und konnte kaumglauben, was er im Fernsehen sah: "wie die Menschen auf der Mauertanzten".

Denn vor allem Willy Brandts Ostpolitik hatte Steinmeier in die SPDgebracht. "Diese kluge Politik von Willy Brandt, Helmut Schmidt undEgon Bahr war der Anfang vom Ende der Mauer." Dass es letztlich so kamsei aber "das Verdienst der mutigen Bürgerinnen und Bürger derehemaligen DDR, die im Herbst 1989 zu Hunderttausenden auf die Straßegingen", betonte der SPD-Kanzlerkandidat.

Die Einheit zu vollenden sei der Auftrag an die jetzige und ankünftige Regierungen. Als Fundament für die weitere wirtschaftlicheEntwicklung seien vor allem die Sicherung des Solidarpakts bis 2019 unddie von der SPD angestrebte Verlängerung der Investitionspauschalewichtig, so Steinmeier. Und die Lohnfrage: Weil im Osten doppelt soviele Beschäftigte als im Westen für Niedriglöhne arbeiten müssten undauch der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" längst nichtumgesetzt sei, müsse endlich ein flächendeckender gesetzlicherMindestlohn kommen. Bislang ist das am Widerstand von CDU/CSUgescheitert. Dies sei auch entscheidend für die Entwicklung derAlterssicherung, denn: "Nur durch angemessene Entlohnung werden wirauch zu angemessenen Renten im Osten kommen", so derSPD-Kanzlerkandidat. "Daran müssen wir arbeiten."

  • Das Super-Illu-Interview in Auszügen [PDF]