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Günter Baaske: Landtag: ´Haus des Volkes` mit Knobelsdorff-Fassade

Günter BaaskeDie Entscheidung ist gefallen: Brandenburgs neuer Landtag wird - auch im Innenhof - im äußeren Erscheinungsbild des früheren Potsdamer Stadtschlosses entstehen. Finanzminister Rainer Speer (SPD) stellte das Projekt am Freitag der Öffentlichkeit vor. SPD-Fraktionschef Günter Baaske: "Die Quadratur des Kreises ist gelungen: Brandenburg bekommt ein von Nazi-Krieg und DDR-Ideologie zerstörtes Knobelsdorff-Gebäude zurück, Potsdams Innenstadt wird neues Leben eingehaucht und Abgeordnete und Verwaltung erhalten beste Arbeitsmöglichkeiten."

Hof und Gebäude sollten möglichst weitgehend für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Baaske: "Wir bauen kein Schloss, sondern ein ´Haus des Volkes` - und wir freuen uns darauf." Zugleich wies er Kritik an Speer zurück, wonach er die Öffentlichkeit aus dem Verfahren ausgegrenzt habe. Baaske: "Ihm ist zu danken, dass wir so weit gekommen sind. Er hat dafür gesorgt, dass alle Klippen sauber umschifft wurden. Das war bei den vielen verschiedenen Interessen ein schwieriges Geschäft".

Der Vertrag mit dem Auftragnehmer soll im September unterschrieben werden. Baubeginn ist für Frühjahr 2010 vorgesehen. Erschließungsarbeiten und Umbauten der Straßenführung laufen bereits. Ende 2012 soll der neue Landtag bezugsfertig sein. Die reinen Baukosten belaufen sich in dem ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private-Partnerschaft) auf 119 Mio. Euro, wovon 20 Mio. Euro von Hasso Plattner gespendet wurden.

Baaske: "Diese großzügige Spende ermöglicht es, die historische Fassade zu bauen und im Innenbereich historische Elemente aufleben zu lassen. Die Potsdamer und Brandenburger können stolz sein auf diesen Landtag - nach der bisherigen ´Bruchbude` auf dem Brauhausberg. Dank gilt vielen engagierten Bürgern, die sich für den Bau eingesetzt hatten. Alle Versuche der Linkspartei, den Bau madig zu machen, werden scheitern. Sie macht sich damit lächerlich."

Der Landtagsneubau werde - völlig unabhängig von der Herkunft des Generalauftragnehmers - Arbeitsplätze in der Brandenburger Bauwirtschaft sichern und neue schaffen. Baaske: "Der Auftragnehmer ist verpflichtet, bevorzugt kleine und mittlere Unternehmen zu beteiligen. Ganz besonders wird das Handwerk profitieren, so erfordert die Wiederherstellung der historischen Fassade beste Steinmetzarbeit."