SPD SPREE-NEISSE
DAS IST, WAS WIR TUN.

Alt Stahnsdorf: Das halbe Dorf im Sportverein

Sommerabend mit Matthias Platzeck in StorkowNeid ist ein Charakterzug, den man Matthias Platzeck beim besten Willen nicht nachsagen mag. Und so war es wohl eher die Anerkennung eines fairen Sportsmannes, als der Ministerpräsident beim überhaupt nicht verflixten 13. Sommerabend im Storkower Ortsteil Alt Stahnsdorf vom schnieke gepflegten Fußballrasen des Kreisklassevereins SV Blau-Weiß auf die Bühne seines Tourzeltes trat: "Wenn man bedenkt, wie lange wir in der Landeshauptstadt Potsdam mit Turbine und Babelsberg 03 schon um einen zweiten Trainingsplatz ringen, dann wird mit den drei Feldern hier doch riesig was aufgeboten."

In ein Paradedorf des märkischen Zusammenhalts war Platzeck da mit den SPD-Kandidaten für den Bundes- und den Landtag, Jörg Vogelsänger und Klaus Ness gereist. 417 Seelen, 229 davon bei den Blau-Weißen im Sportverein organisiert. Teils doppelt und dreifach auch bei der Feuerwehr, dem Festverein "Dampfhammer" und den Anglern aktiv. "Sie, die den Blick immer etwas über der Gesellschaft haben, sind mir sehr wichtige Partner in unserem Land", würdigte Platzeck stellvertretend für die vielen Tausend Freiwilligen von der Uckermark bis zum Elbe-Elster-Land das ehrenamtliche Engagement. Er könne stundenlang Akten studieren, vielleicht auch noch die Notizen dazu. "Verstehen geht aber am besten im persönlichen Austauch über die Dinge, die gerade akut sind im Land."

In seiner Eröffnung wandte sich der Landesvater diesmal unter anderem der Bildungspolitik zu. Von den Pisa-Testern als Aufsteiger des Jahres ausgezeichnet zu werden, beweise den in Brandenburg richtig beschrittenen Weg. Dass sich die politische Konkurrenz nach dem SPD-Vorstoß, in der anstehenden Legislaturperiode 1250 vor allem junge Lehrer einstellen zu wollen, nun gegenseitig überbiete, halte er für legitim. "Ich denke wir könnten schon zufrieden sein, wenn wir nach den Ausschreibungen 1000 richtig gute Leute anziehen könnten", meinte der Ministerpräsident. Viel Beifall erntete er für die Forderung, dem Lehrerberuf wieder das Ansehen und den Respekt zukommen zu lassen, den er verdiene. "Das wäre der beste Anreiz für junge Menschen, sich wieder verstärkt diesem Berufsbild zuzuwenden."