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Kundgebung in Falkensee: "Hier gibt es die schönsten Probleme zu lösen"

Kundgebung FalkenseeMit viel Schwung ist die Kundgebungstour von Matthias Platzeck amMontagabend in ihre erste Woche gestartet. Während sich der Platz vorder Stadthalle in Falkensee in der abendlichen Dämmerung auf gut 500gespannte Zuschauer füllte, ließen die Tänzerinnen desBauchtanz-Ensembles "Tausend und eine Nacht" zunächst orientalisch dieHüften kreisen und die Coverband "Jelly Roll" tanzbar die rote Bühnevibrieren.

Ein freundlicher Applaus kündigte schließlich die Ankunftdes Minsterpräsidenten an, der zusammen mit den Kandidaten für dieLandtags- und die Bundestagswahl, Rainer Speer und AngelikaKrüger-Leißner, als auch mit Bürgermeister Heiko Müller die drei Stufenzur Kundgebungsbühne erklomm. Sie wird in den nächsten drei Wochen biszum Superwahltag am 27. September noch durch 15 Städte reisen. Keineandere Partei hat in Brandenburg auch nur annähernd die Kraft, aufdiese Weise flächendeckend von Finsterwalde bis Wittenberge für IhreVorstellungen und Überzeugungen zu werben.

"Die schönsten Probleme, die es in einer Stadt zu lösen gibt" nahmsich Finanzminister Rainer Speer in seiner kurzen Einleitung vor.Während insbesondere die Randregionen des Landes nach wie vor mitakutem Einwohnerschwund zu kämpfen hätten, gehe es im Berlin nahenFalkensee und der Umgebung darum, der wachsenden Familien- undKinderzahl mit neuen Schulen, Kitas und Sportanlagen gerecht zu werden.Eine Herausforderung für die Politik sei es künftig, die Attraktivitätder Region weiter voran zu bringen. "Familien müssen sich wohlfühlenbei uns. Die Menschen brauchen Jobs, und sie müssen ihre Arbeitsstellengut erreichen können", so Speer, der den Landtagswahlkreis 6 vomFalkenseer Bürgermeister Heiko Müller übernommen hat.

Gut drauf, mit Kraft in der Stimme und Überzeugung in den Augen,zeigte sich im Anschluss auch der Landesvater. Seinen "gewichtigstenMinister" könne er den Falkenseern nur wärmstens ans Herz legen, nochdazu mit dessen adretter Frisur, die er sich am Morgen eigens nochhatte zulegen lassen. Schon hatte Matthias Platzeck - alsKundgebungsredner ganz in seinem Element - die Lacher auf seiner Seite.Bevor es richtig losgehe, sei ihm eines noch wichtig, meinte derSPD-Spitzenkandidat und bat den Falkenseer Olympiasieger, mehrfachenWelt, Europa- und Deutschen Meister im Kanusport, Ronald Rauhe auf dieBühne. Der hatte erst kürzlich bei der WM in Kanada wieder doppeltzugeschlagen und wurde herzlich von seinen Mitbürgern gefeiert."Matthias Platzeck", meinte Rauhe, "habe ich vor mehreren Jahren nichtin erster Linie als Politiker, sondern als Menschen kennen und schätzengelernt. Es ist die Ehrlichkeit, die unseren Ministerpräsidentenauszeichnet."

Ein Dankeschön schickte Platzeck im politischen Teil des Abends andie märkischen Unternehmer hinaus. Trotz schwieriger wirtschaftlicherSituation legten sie Verantwortungsbewusstsein an den Tag und hieltenBeschäftigte in ihren Betrieben, während woanders in Deutschland inGrößenordnungen entlassen werde. "Sie sind es, die in entscheidenemMaße dazu beitragen, dass Brandenburg der Krise bisher einigermaßenerfolgreich trotzt. Wir und Mecklenburg-Vorpommern sind die einzigenBundesländer, in denen die Arbeitslosigkeit weiter sinkt." In diesemZusammenhang forderte Platzeck die Rückkehr zu einer ordentlichgeregelten sozialen Marktwirtschaft, der die Menschen wieder vertrauenkönnten und die dem Demokratieverständnis im Lande nicht länger schade."Der Marktradikalismus, in dem jeder nur für sich und den eigenenProfit kämpft, muss ein Ende haben. Wir spüren ja vor allem im Osten,wenn es Zeit ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Jetzt ist wiedersolch ein Moment gekommen", donnerte Platzeck in einen tosenden Beifallhinein, der sich wenig später bei einem entscheidenden Punkt desSPD-Regierungsprogrammes erneut über Falkensee erhob. Platzeck: "Wirwerden dafür sorgen, dass die öffentliche Hand als größter Auftraggeberdes Landes seine Projekte künftig nur noch an Unternehmen vergibt, indenen ein ordentlicher Tariflohn oder zumindest der Mindestlohn gezahltwerden."

Mit einer Herzensangelegenheit wandte sich abschließend dieBundestagsabgeordnete Angelika-Krüger Leißner an das Publikum. "Wiralle gemeinsam haben am 27.9. die große Chance, die Rechten mit einerhohen Wahlbeteiligung aus dem Parlament zu wählen. Wenn uns dasgelingt, wäre es der größte Sieg für Brandenburg."