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Spitzen-Duo gibt dem Wahlkampf im Wilden Osten die Sporen

Kundgebung CottbusEinen Tag nach dem gewonnenen TV-Duell der Kanzlerkandidaten habenFrank-Walter Steinmeier und Matthias Platzeck im Wilden Osten zumEndspurt auf den Superwahlsonntag am 27. September geblasen. Auf demproppenvollen Stadthallenvorplatz in Cottbus rauchten am Abend dieStimmungsrevolver: Erst wurden die beiden BrandenburgerSpitzenkandidaten mit langem, rhythmischen Beifall angefeuert - dannließen die Cowboys der Country-Rock-Combo "The Boss Hoss" die Mitte derLausitzmetropole wackeln. Die Botschaft unmissverständlich: Die einzigwahren "Rothäute" in der Landes- und Bundespolitik geben dem Wahlkampfin den letzten 13 Tagen noch mal richtig die Sporen.

Dass es im Zweifel auf jeden Einzelnen ankommen kann, machte derLausitzer Bundestagsabgeordnete Steffen Reiche in seinerKundgebungseröffnung klar. "Hätten vor sieben Jahren 6000 Cottbuserweniger Gerhard Schröder gewählt, wäre Stoiber Kanzler geworden",forderte er die 2500 Gäste auf, die Zügel beim demokratischenMitbestimmungsrecht nie schleifen zu lassen. Zuvor hatteOberbürgermeister Frank Szymanski auf die erfolgreiche undzielorientierte Politik der Sozialdemokraten in Südbrandenburg.hingewiesen. Der Zusammenschluss seiner Stadt mit den LandkreisenElbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Dahme Spreewald zurEnergieregion "Lausitz-Spreewald" trage beispielsweise klar dieHandschrift der SPD-Verwaltungschefs zwischen Herzberg und Forst. Diestarke Verbindung erlaube es in Zukunft, wichtige Projekte z.B. inSachen Gesundheit, Infrastruktur, Bahnanbindung oderWirtschaftsförderung noch überzeugender vor Land, Bund und EU zuverteidigen.

Seinen Regierungsanspruch verteidigte anschließend auch einkämpferisch aufgelegter Frank-Walter Steinmeier. Erst Recht, nachdemder CDU allmählich die Düse gehe. Erst die zweistelligen Verluste beiden Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland, und nun auch noch dieeindeutigen Verlautbarungen der Demoskopen nach dem Schlagabtausch vonSteinmeier und Merkel am Sonntag vor Millionen unentschlossenerBürgerinnen und Bürger. "Die Botschaft ist klar: Schwarz-Gelb hat inDeutschland keine Mehrheit, Gott sei Dank. Die Wähler wollen keineRückkehr zum sozialen Kahlschlag", donnerte Steinmeier, derselbstbewusst und direkt die Welle der Cottbuser traf. Das Polit-Mikadoder Konservativen ("Wer sich zuerst bewegt, verliert") werde dieletzten gut zwei Wochen nicht überdauern, soviel sei schon jetzt klar.Steinmeier: "Ich verspreche Euch am 27. September ein deutlich besseresSPD-Ergebnis, als das, was zurzeit in einigen Umfragen erwartet wird."

Von der Leidenschaft und der positiven Erwartungshaltung desLausitzer Publikums - mittendrin auch der frühere MinisterpräsidentManfred Stolpe und eine Delegation der sozialdemokratischenSchwesterpartei PSD aus Rumänien, ließ sich denn auch MinisterpräsidentMatthias Platzeck merklich anstecken. Die Stimme fest und kämpferisch,forderte er unter anderem wieder einen engeren schulterschluss seinerSozialdemokraten mit den Gewerkschaften, die für die sozialenLeitplanken in der Marktwirtschaft von existenzieller Bedeutung seien."Ich bin sicher: Hätten wir überall so tolle Gewerkschaften wie die IGBCE hier in der Lausitz, dann würden wir nicht über einen Mindestlohnvon 7,50 Euro, sondern über wirklich würdige Tariflöhne", sagtePlatzeck, der offensiv für das soziale und gerechte Regierungsprogrammseiner Partei, aber auch für seinen eigenen Führungsanspruch warb. "Ichmöchte auch in den nächsten fünf Jahren Ministerpräsident inBrandenburg bleiben. Wenn Sie das auch wollen, müssen Sie am 27.September SPD wählen!"