SPD SPREE-NEISSE
DAS IST, WAS WIR TUN.

Eisenhüttenstadt stellt fest: "Brandenburg ohne Platzeck? Jeht doch jar nich!"

Kundgebung in Eisenhüttenstadt"Brandenburg ohne Platzeck? Jeht doch jar nich!" Diese Feststellung,aufgeschnappt in einer angeregten Unterredung zweier reiferer Herrennach der Kundgebung in Eisenhüttenstadt, passte gut zur Stimmung beider mit 400 Gästen wiederum ordentlich besuchten Veranstaltung in derStadt der Stahlarbeiter.

Junge und Alte begrüßten ihren Landesvater mitHerzlichkeit, lauschten aufmerksam, spendeten Beifall und suchten imAnschluss vereinzelt auch das persönliche Gespräch mit demRegierungschef. Einer von uns und vor allem einer, dem man vertrauenkann - das sagen die Leute nicht nur in Eisenhüttenstadt, sondernüberall auf der Kundgebungstour, die am Dienstagabend ihre 15 Etappeerlebte.

Von außen schon schick, innen noch große Baustelle: Sinnbild für denFortschritt der einstigen sozialistischen Wohnstadt war schon derStandort der Kundgebungsbühne. "4,5 Millionen Euro investieren wirgerade in unser Friedrich-Wolf-Theater, 60 Prozent davon kommen alsFördermittel vom Land - auch dafür ein Dank in Richtung MatthiasPlatzeck und seiner Landesregierung", wandte sich zunächst Hütteslangjähriger Bürgermeister Rainer Werner an das Publikum. DieBürgerinnen und Bürger könnten stolz sein auf das, was in denvergangenen 20 Jahren für die Stadt am Grenzfluss erreicht wurde. "Wirhaben alle zusammen um unseren Industriestandort gekämpft, und es hatsich gelohnt", ist Werner überzeugt. Nach wie vor sichereTraditions-Hüttenwerk ArcelorMittal viele Jobs in der Region. Doch mitder Solarindustrie und der neuen Papierfabrik seien zuletzt auch neue,zukunftsträchtige Standbeine hinzugekommen. Das, sagt Rainer Werner,mache Mut für die Zukunft. Allein zum jetzigen Zeitpunkt würden inEisenhüttenstadt etwa 800 Millionen Euro investiert.

Dass diese Erfolgsgeschichte in einem gehörigen Maße mit demStadtoberhaupt selbst zu tun habe, lobte anschließend MinisterpräsidentMatthias Platzeck. "Er ist einer der besten Bürgermeister, die wirhaben in Brandenburg. Er hat eine fröhliche Penetranz an sich, mit derer sich an den entscheidenden Stellen unermüdlich für seine Stadteinsetzt", sagt der Ministerpräsident und forderte die Hüttenstädterauf, ihr Stadtoberhaupt am Superwahlsonntag für weitere acht Jahre imAmt zu bestätigen.

Auch in seinen weiteren Ausführungen kam Matthias Platzeck amwichtigen Industriestandort mit seinen Unternehmern und Arbeitern nichtvorbei. Dass Brandenburg neben Mecklenburg-Vorpommern das einzigeBundesland sei, in dem die Arbeitslosigkeit auch während der Krisestetig sinke, liege sowohl an verantwortungsbewussten Chefetagen inden Betrieben, als auch an starken und fleißigen Gewerkschaften undBetriebsräten. Im vernünftigen Miteinander würden da nicht hastigMitarbeiter entlassen, sondern so lange wie möglich im Unternehmengehalten. "Das ist auch gut so, denn Ihr werdet die gut ausgebildetenLeute nach der Krise alle wieder brauchen", sagte Matthias Platzeck,der sich schließlich auch die Zeit nahm, die vergangenen fünfRegierungsjahre stichpunktartig zu bilanzieren.

"Ich stand vor fünf Jahren hier im strömenden Regen und habe Ihnendrei Dinge versprochen." Der Landesvater, auf der Zielgeraden desLandtagswahlkampfes so richtig in Kundgebungslaune zählte auf:Arbeitslosigkeit um mehr als ein Drittel gesenkt. Neue Jobs vor allemim Bereich der erneuerbaren Energien geschaffen und in diesemTechnologiebereich sogar an Deutschlands Spitze gestürmt.Pisa-Aufsteiger des Jahres 2008 mit einem besonders deutlichen Sprungin den Naturwissenschaften. "Wir sind längst noch nicht da, wo wir hinwollen. Aber man sollte auch ab und an mal die Erfolge erwähnen",meinte der Ministerpräsident und bewarb sich auch in Eisenhüttenstadtnoch einmal klar und deutlich für eine neue Amtperiode. Die Reaktiondes Publikums ist bekannt. ""Brandenburg ohne Platzeck? Jeht doch jarnich!"