SPD SPREE-NEISSE
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Landesvater in der Solar-Hauptstadt Deutschlands

Kundgebung Frankfurt/OderDass zur Platzeck-Kundgebung in der Viadrina-Stadt Frankfurt/Oder dasThema Bildung eine übergeordnete Rolle spielen würde, war nichtverwunderlich. Als PISA-Aufsteiger des vergangenen Jahres, mitdeutlichen Verbesserungen insbesondere in den naturwissenschaftlichenFächern, habe Brandenburg zuletzt bewiesen die richtige Richtungeingeschlagen zu haben. "Aber wir sind noch längst nicht da, wo wir hinwollen", sagte Matthias Platzeck und erntete vor allem für einVersprechen viel Beifall von den rund 300 Besuchern.

So lange dieSozialdemokraten Verantwortung in Brandenburg trügen, werde es keineStudiengebühren an den märkischen Hochschulen geben. "Diese sozialeBarriere darf nicht sein. Wir wollen, dass in Zukunft noch mehr jungeLeute studieren", so der Ministerpräsident zu Füßen der St.Marienkirche. 1250 neue Lehrer und ein Schüler-Bafög für Abiturientenaus sozial benachteiligten Familien sollen zudem für mehrBildungsgerechtigkeit sorgen.

Neue Energien haben in Frankfurt/Oder und im umliegenden LandkreisOder-Spree die Fabriken der Solarbranche (u.a. auch in Eisenhüttenstadtund Fürstenwalde) freigesetzt. Platzeck erzählte zur Freude desPublikums die Anekdote von der Festveranstaltung zum Leitstern 2009,bei der "sein Bundesland" zum erfolgreichsten in der Nutzungerneuerbarer Energien ausgezeichnet wurde. Moderatorin SabineChristiansen habe es spannend machen wollen und das Siegerland zunächstnur mit dem Anfangsbuchstaben angedeutet. " Sie hätten Herrn Oettingermal sehen sollen, als dann nicht Baden-Württemberg sondern Brandenburgaufgerufen wurde. Er hatte sich schon in Positur gebracht um den Preisentgegen zu nehmen", feixte der Landesvater und hatte die Lacher aufseiner Seite.

Vor dem Auftritt des Ministerpräsidenten hatten sich auch die beidenDirektkandidaten für den Bundes- und den Landtag, Jörg Vogelsänger undWolfgang Pohl, den Gästen vorgestellt. Beide lobten insbesondere dieenge Vernetzung mit den Regierungen in Potsdam und Berlin, mit der esgelungen sei, die Oderstadt speziell in den vergangenen fünf Jahrenauf Erfolg zu entwickeln. Dank der Sonderförderung für kreisfreieStädte vom Land habe Frankfurt/Oder nun jährlich 3 Millionen Euro mehrzur Verfügung, um Bildung, Kultur, Sport und Jugendarbeit in der Stadtvoranzubringen. Und das unter rot-grüner Federführung erlasseneErneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG) sei erst die Voraussetzung gewesen,dass man sich heute stolz als die Solar-Hauptstadt Deutschlandsbezeichnen könne. Frankfurt/Oder hat Zukunft! Darin waren sich nichtnur die Herren auf der Bühne, sondern auch die frohgelaunten Zuschauerdavor einig.