SPD SPREE-NEISSE
DAS IST, WAS WIR TUN.

Klaus Ness zur Einführung eines Schüler-BAföG

Klaus Ness"Wir schaffen die Trendwende"
Potsdam. In der heutigen Landtagsdebatte zum Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetz hat der SPD-Abgeordnete Klaus Ness für das Schüler-BAföG geworben. Das Angebot werde einen breiten Kreis von Familien erreichen, die mit geringen Gehältern auskommen müssten. "Deren Kindern verschaffen wir eine faire Zugangschance", erklärte Ness.

"Lebenschancen werden über Bildung verteilt", sagte derSPD-Politiker. Bildung aber hänge in Deutschland viel zu sehr von derEinkommenssituation der Eltern ab. Das Schüler-BAföG sei ein Baustein,der hier mehr Gerechtigkeit schaffe. "Wir werden damit eine Trendwendeeinleiten", so Ness, "ich bin mir sicher, das Angebot wird angenommenwerden".

Es sei "unerträglich", betonte er, dass es für Kinder wohlhabenderEltern achtmal wahrscheinlicher ist, das Abitur zu machen als fürJugendliche aus einfachen Verhältnissen. Ness verwies auf dasbundesweite Schüler-BAföG, das in den siebziger Jahren unter WillyBrandt einführt und dann von der Regierung Kohl wieder abgeschafftwurde: Die Zahl der Abiturienten aus Arbeiterfamilien stieg in dieserZeit um 50 Prozent, danach ging sie in der gleichen Größenordnungzurück. "Wer hier keinen Zusammenhang erkennt, dem kann ich auch nichtmehr helfen", so Ness.

Der SPD-Politiker erklärte, Chancengerechtigkeit sei nicht mit einereinzelnen politischen Maßnahme zu erreichen. "Das Schüler-BAföG istTeil eines Pakets", sagte er. Die frühkindliche Förderung werde durchdas Kita-Gesetz verbessert, die zahlreichen Einstellungen neuer Lehrerschafften besseren Unterricht, und das Ausbildungsförderungsgesetzöffne die Türen für die letzten zwei Jahre der Schulkarriere - und zwardenjenigen, denen sie sonst oft verschlossen blieben. "Das Potentialder Schüler muss entscheidend sein für den Bildungsweg, nicht dasPortemonnaie der Eltern".

Mit einer Initiative im Bundesrat wird Brandenburg sich dafür einsetzen, das Schüler-BAföG auch auf Bundesebene einzuführen.