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Platzeck: Durchbruch auf dem Arbeitsmarkt

Matthias PlatzeckAls "Durchbruch auf Brandenburgs Arbeitsmarkt" wertet Ministerpräsident Matthias Platzeck die erstmalige Unterschreitung der 11-Prozent-Marke seit 19 Jahren. "In der aktuellen Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent sehe ich für unser Land eine Zäsur. Das ist die niedrigste Arbeitslosenquote seit Anfang der 90er Jahre, als die Werksschließungen und Entlassungen im großen Stil begannen." Weiterhin liegt Brandenburg in der Arbeitsmarktstatistik in Ostdeutschland hinter Thüringen und vor Sachsen an zweiter Stelle.

Platzeck sieht es als besonders positiv an, dass der Zuwachs ansozialversichtungspflichtiger Beschäftigung in Brandenburgüberdurchschnittlich anhält. Zugleich gebe es jedoch keinen Grund, sichmit dem Erreichten zufrieden zu geben: "Wir dürfen nicht vergessen,dass es insbesondere noch viel zu viele Langzeitarbeitslose gibt. EinBaustein, sie in das Erwerbsleben zurückzuführen, ist das morgenstartende Programm ‚Arbeit für Brandenburg’. Neben den Jobs in derWirtschaft wird die öffentlich geförderte Beschäftigung weiter wichtigbleiben, um Menschen in Arbeit zu bringen. Diesem Ziel sieht sich dievon mir geführte Landesregierung verpflichtet."

Das am 1, Juli gestartete Förderprogramm "Arbeit für Brandenburg"(AfB) soll 6.500 vorwiegend älteren und seit mehr als 36 MonatenLangzeitarbeitslose eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungvon bis zu zwei Jahren ermöglichen. Bei einem Übergang in die Rentesind in Ausnahmefällen auch drei Jahre möglich. Der Stundenlohn solltariflich bzw. ortsüblich sein, mindestens aber 7,50 Euro betragen, umein Existenz sicherndes Einkommen zu gewährleisten.