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Klaus Ness zu Saskia Ludwig

Klaus NessSPD-Generalsekretär Klaus Ness: Saskia Ludwig und die Brandenburger CDU verlieren Maß und Mitte und sind auf dem Weg ins Sektierertum

„Langsam muss sich die Brandenburger Öffentlichkeit wirklich Sorgen machen, ob die Brandenburger CDU endgültig auf dem Weg ins Sektierertum ist. Auf jeden Fall lassen die neuesten Äußerungen und Aktivitäten der Brandenburger CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Dr. Saskia Ludwig erkennen, dass sie vollständig Maß und Mitte bei der Wahrnehmung der politischen Realität unseres Bundeslandes verloren hat. In der vergangenen Woche beschrieb Frau Ludwig die Rolle ihrer CDU(„Prignitzer“ vom 27.4.2011) folgendermaßen : „Brandenburg hat nach zehn Jahren endlich eine Opposition, die der Platzeck-Regierung beim eingeschlagenen sozialisitischen Umbau unseres Landes nicht mehr tatenlos zuschaut“. Was will uns Frau Ludwig damit sagen? Etwa, dass die CDU-Minister Junghanns, Wanka, Blechinger und Schönbohm dem Ministerpräsidenten in der vergangenen Legislaturperiode beim „sozialistischen Umbau“ assistiert haben? Dass jetzt von der neuen Landesregierung mit der Einführung des Schüler-Bafögs und einem Vergabegesetz mit Mindestlohn der Sozialismus in Brandenburg vollständig eingeführt wird?

Bei mir verstärkt sich jedenfalls ob solcher Äußerungen der Eindruck, dass Frau Ludwig mit dem Malen dieser Zerrbilder nur den eigenen Realitätsverlust über die wirklichen Probleme unseres Landes dokumentiert. Bestärkt in dieser Einschätzung fühle ich mich dabei noch durch ihre neueste Aktion, von der Landesregierung eine genaue Aufstellung darüber zu erhalten, welche Straßen noch Namen sozialistischer Politiker in Brandenburg tragen. Als würde es in Sachsen und auch in Brandenburger Städten, die seit der Wende von der CDU regiert werden, keine „Ernst Thälmann-Straßen“ mehr geben:  Nur ganz nebenbei bemerkt: Unverschämt von ihr ist es, in diesem Zusammenhang den Namen August Bebels aufzuführen.

Eine CDU in Brandenburg, die keine Antworten auf die wirklichen Probleme unseres Landes gibt, sich aber als Partei geriert, die mehr als 20 Jahre nach der Wende im seeligen Angedenken an F.J. Strauss immer noch „den Sozialismus zu Lande, zu Wasser und in der Luft bekämpft“, wird im Ansehen der Brandenburger aus ihrer politischen Randexistenz nicht herauskommen.