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Vom Bürgerrechtler in der DDR zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

Klasu NessZum 4. Storkower Forum lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung interessierte Bürgerinnen und Bürger, am Montag, dem 14. November 2011 um 19 Uhr in den großen Veranstaltungssaal der Burg Storkow, Schlossstraße 6 in Storkow (Mark) ein. Im Gespräch werden Klaus Ness (Landtagsabgeordneter und Generalsekretär der SPD Brandenburg) und Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU)) sein. Beide sprechen über den Weg Roland Jahns vom Bürgerrechtler in der DDR zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Roland Jahn: „Mein Weg ist immer die einvernehmliche Lösung.“

Am 28. Januar 2011 wurde Roland Jahn vom Deutschen Bundestag mit großer, fraktionsübergreifender Mehrheit zum neuen Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) gewählt und am 14. März 2011 in sein Amt eingeführt. Er ist damit der Nachfolger von Marianne Birthler und Joachim Gauck. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre, sie kann einmal verlängert werden.

In der DDR gehörte er als Gegner der SED und Bürgerrechtler zur Opposition. 1977 wird er wegen seiner Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns von der Universität Jena geworfen. 1983 war Jahn einer der Mitbegründer der oppositionellen Friedensgemeinschaft Jena. Er wurde noch im gleichen Jahr nach einer Stasi-Haft gegen seinen Willen aus der DDR zwangsausgebürgert. Roland Jahn blieb jedoch als freier Journalist weiter in engem Kontakt zur DDR-Opposition und unterstützte sie. Er besorgte Druckmaschinen, Videokameras sowie Computer - und ließ sie von einem Netz von Kurieren in die DDR schmuggeln. Für ARD und ZDF produzierte er zahlreiche Beiträge zu Opposition, Menschenrechtsverletzungen und Alltag in der DDR. Bis zur politischen Wende 1989/90 wurde er auch im Westen von der Stasi verfolgt und abgehört. Mit monatlichen Beiträgen im ARDMagazin „Kontraste“ begleitete er journalistisch die „Friedliche Revolution“ in der DDR und widmete sich später der Aufarbeitung der DDR-Diktatur. Heute ist er der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Roland Jahn: „Je besser wir Diktatur begreifen, desto besser können wir jetzt Demokratie gestalten.“ Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei Getränken und einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen.

Um Anmeldung wird bis spätestens 13.11.2011 per Fax an (0331) 275 88 18, per E-Mail an potsdam@fes.de oder mit formlosem Brief oder Postkarte an Friedrich-Ebert-Stiftung, Hermann-Elflein-Str. 30/31, 14467 Potsdam gebeten.

Der Eintritt ist frei.