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Pauline Staegemann-Preis für das Lebenswerk

Die SPD-Frauen ehrten am 5.3.2013 Marion Lührig für ihr Lebenswerk als Chronistin und Motor der Frauenpolitik in Brandenburg und der Bundesrepublik Deutschland. „Marion Lührig hat für die institutionalisierte Frauenpolitik eine Öffentlichkeit geschaffen. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Herausgeberin des Zweiwochendienstes hat sie die Frauenpolitik der SPD maßgeblich geprägt. Sie trägt damit wesentlich dazu bei, dass die Themen der Frauen politisch immer auf der Agenda bleiben,“ so würdigte die Landesvorsitzende der SPD-Frauen in Brandenburg, Prof. Dr. Christine Färber.

Der Zweiwochendienst Frauen. Gesellschaft und Politik stellt für alle aktiven Frauenpolitikerinnen emanzipativer Parteien in Deutschland die zentrale Informationsquelle dar. Marion Lührig ist auch die Chronistin der Frauenpolitik im Land Brandenburg von 1991-2001. Von 1991-2012 war sie als Referatsleiterin im Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Familie tätig. Sie baute unter Ministerin Regine Hildebrandt die Frauenabteilung mit auf, war zuständig für Frauen in Wissenschaft, Kultur und Medien. Sie war dort verantwortlich für die Zeitschrift „betrifft: Frauen“. In den 19 Heften, die sie in dieser Zeit verantwortlich zusammengestellt hat, wird deutlich, wie lebendig die Frauenpolitik unter Regine Hildebrandt in Brandenburg war. Die Landesgleichstellungsbeauftragte Sabine Hübner bewertet diese Leistung sehr hoch: „Die Frauenpolitik in Brandenburg in den 90ern war ein schnelllebiges Geschäft. Da gab es wenig Gelegenheit zum Luftholen. Daher ist die Chronik, die Marion Lührig erstellt hat, ein großer Schatz. Alle wichtigen Ereignisse sind darin dokumentiert, zum Beispiel die erste Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz 1991 in Potsdam, die Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs 1992 oder die Verabschiedung des Landesgleichstellungsgesetzes 1994.“

Marion Lührig engagierte sich auch über den ZWD hinaus ehrenamtlich, vor allem in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und in der ASF. Der Preis wird von der ASF Brandenburg seit dem Jahr 2004 vergeben. Preisträgerinnen waren bisher Gesine Schwan, Christine Bergmann und Gründerinnen der Sozialdemokratie in Brandenburg wie Dagmar Ziegler und Eva Kunz.