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Internationaler Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Auch in diesem Jahr wird im Land Brandenburg an vielen Orten die Fahne von Terre des femmes gehisst, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Zahlreiche Akteure und Akteurinnen nehmen den Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen zum Anlass, um mit Veranstaltungen und Aktionen auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Auch die SPD Brandenburg will Flagge zeigen und gemeinsam mit der Generalsekretärin Klara Geywitz, dem Landesvorstand der ASF Brandenburg, den Mitarbeitern des Regine-Hildebrandt-Hauses und den Potsdamer Sozialdemokraten die Fahne von Terre des femmes hissen.

Der internationale Gedenktag “Nein zu Gewalt an Frauen“ erinnert an die Folterung und Ermordung der Schwestern Mirabal im Jahr 1960 und ist ruft seit 1999 zur weltweiten Ächtung und Beseitigung von Gewalt an Frauen auf. Beispiele für diese Gewalt sind häusliche Gewalt, Verbrechen im Namen der Ehre, Frauenhandel und Zwangsprostitution, Kriegsvergewaltigungen und weibliche Genitalverstümmelungen.

Die ASF macht darauf aufmerksam, dass laut Landeskriminalamtes im Jahr 2013 im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt 264 Straftaten registriert wurden. Das sind 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Für Frauen ist die Gefahr, Opfer häuslicher Gewalt zu werden, drei Mal höher als für Männer. Auch die Zunahme häuslicher Gewalt gegenüber Kindern und Pflegekindern hat im Land Brandenburg mit einer Zunahme von 25,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr eine negative Entwicklung zu verzeichnen. Alarmierend ist auch die Situation von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen. Aus dem Alternativbericht der Allianz der deutschen Frauenorganisationen zum 6. Bericht der Bundesregierung Deutschland geht hervor, dass diese Frauen in hohem Maße von Gewalt, insbesondere von sexualisierter Gewalt, betroffen sind. Unzureichend ist auch das Hilfesystem für Flüchtlingsfrauen. Aufgrund der Unterbringung in Sammelunterkünften, in denen es keine geschützten Räume gibt, sind sie in besonderem Maße Gewalt ausgesetzt. Denn das Mittel der „Wegweisung“, mit dem die Polizei Täter häuslicher Gewalt aus dem Umfeld des Opfers verweisen kann, schützt nicht die in Unterkünften für Asylsuchende lebenden Frauen.