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Daniel Kurth und Björn Lüttmann zur Beseitigung von Kampfmitteln: Bund muss sich an Bombenräumung stärker beteiligen

Oranienburg erinnert an diesem Sonntag (15. März) an den schwersten Bombenangriff auf die Stadt im Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren und gedenkt der Opfer. Bis heute lagern viele Blindgänger im Boden, wie auch in anderen Orten des Landes. Brandenburg ist das am stärksten mit Kampfmitteln belastete Bundesland. Dazu erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Daniel Kurth, und der Oranienburger SPD-Abgeordnete im Landtag, Björn Lüttmann: „Städte wie Oranienburg oder Potsdam waren von den Bombardements deshalb so stark betroffen, weil sie in der Kriegs- und Rüstungsstrategie des Deutschen Reiches eine besondere Bedeutung hatten.

Es ist daher höchste Zeit, dass sich der Bund an den Kosten für die Kampfmittelräumung stärker beteiligt und die Kommunen sowie das Land entlastet. Das muss auch gelten, wenn es sich um Bomben der alliierten Streitkräfte handelt, für deren Beseitigung bisher allein die betroffenen Bundesländer aufkommen müssen. Wir unterstützen die Initiative der Landesregierung im Bundesrat, die auf eine faire Kostenaufteilung abzielt. Die umfassende Beseitigung von Blindgängern ist umso wichtiger, als die von ihnen ausgehende Gefahr nicht sinkt, sondern mit der Zeit steigt.“

In Brandenburg gelten 360.000 Hektar als mit Kampfmitteln belastet. Seit 1991 hat Brandenburg für die fachgerechte Beseitigung von Munition rund 350 Millionen Euro ausgegeben. In diesem und im nächsten Jahr sind dafür insgesamt knapp 23 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen erhebliche Mittel der Kommunen, in Oranienburg bis zu zwei Millionen Euro jährlich.