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SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel zum Tod von Klaus Ness

Der so völlig überraschende Tod von Klaus Ness lässt uns alle fassungslos und tieftraurig zurück. Die deutsche Sozialdemokratie hat Klaus Ness unglaublich viel zu verdanken. Der Aufbau der Brandenburger SPD und der gesamten ostdeutschen Sozialdemokratie nach dem Fall der Mauer ist untrennbar mit seinem politischen Lebenswerk als Landesgeschäftsführer und später als Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender der SPD verbunden.

Auf seine große politische Tatkraft und sein strategisches Geschick ist die Erfolgsgeschichte der märkischen SPD als „Brandenburg-Partei“ maßgeblich zurückzuführen. Es war Klaus Ness, der als leidenschaftlicher Brandenburger Patriot in seiner Wahlheimat die SPD zu einer beispiellosen Serie von Wahlerfolgen als pragmatische Regierungspartei führte und den Führungsanspruch der SPD in Brandenburg in unterschiedlichen Koalitionen durchsetzte. 

Drei SPD-Ministerpräsidenten hat Klaus loyal gedient und dabei ohne Rücksicht auf sich selbst für die Partei gelebt. Der politische Erfolg der Sozialdemokratie war ihm dabei stets wichtiger als die eigene Popularität. Seine Fähigkeiten als Wahlkämpfer waren legendär und beim politischen Wettbewerber gefürchtet. Dabei wich er auch schwierigen Themen und Entscheidungen nie aus: Sowohl bei der Vermittlung der Agenda-Reformen als auch bei seinem unermüdlichen Kampf gegen den Rechtsradikalismus ging er keiner Debatte aus dem Weg, argumentierte hart in der Sache, aber menschlich fair im Umgang. Damit gewann er auch über die Parteigrenzen Respekt in der Brandenburger Politik.

Klaus lebte ein Leben für die Sozialdemokratie mit einer bewundernswerten Unbedingtheit, die er auch in seiner Zeit im Willy-Brandt-Haus unter Beweis stellte. Er war einer der ganz großen Parteistrategen unserer Generation.