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Arbeitskreis Verkehr der SPD Brandenburg: Stammbahn zwischen Berlin und Potsdam objektiv bewerten und sichern!

Der Arbeitskreis Verkehr der SPD Brandenburg unterstützt die Position der SPD Berlin, keine – auch nicht temporäre – Überbauung von Teilen der Stammbahntrasse (Potsdamer Platz – Zehlendorf – Potsdam-Griebnitzsee) im Berliner Stadtgebiet zuzulassen.

Der Arbeitskreis Verkehr begrüßt es, dass der Wiederaufbau der Stammbahn im Rahmen der laufenden Korridoruntersuchungen zur Verbesserung der Stadt-Umland-Verbindungen durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) neu und objektiv bewertet wird.

Der Arbeitskreis Verkehr unterstützt den Vorschlag des Berliner Senators für Stadtentwicklung und Verkehr, in diesem Zusammenhang eine erneute Nutzen-Kosten-Untersuchung unter den aktuellen Rahmenbedingungen der wachsenden Stadt-Umland-Region zügig zu beauftragen. Das Untersuchungsergebnis soll bis zur Neufassung des Landesnahverkehrsplans Brandenburg vorliegen.

Hintergrund:

Die Stammbahn gehört zu den seit dem Mauerfall 1989 bislang nicht wiederaufgebauten kriegs- und teilungsbedingten Schienenlückenschlüssen zwischen Berlin und Brandenburg.

Vor dem Hintergrund des Bevölkerungswachstums sowohl in der Stadt als auch im Umland haben beide Länder den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) beauftragt, Perspektiven für Infrastruktur und Betrieb des Schienennetzes aufzuzeigen. Die Ergebnisse fließen in den neuen Landesnahverkehrsplan ein.

Da die Stammbahn eine wichtige Verbindung des südwestlichen Umlandes mit der Innenstadt und eine zusätzliche Verkehrsachse zur überlasteten Stadtbahn herstellen kann, ist eine objektive Bewertung des Wiederaufbaus im Kontext mit weiteren Projekten in der Region erforderlich. Die Entlastungswirkung der Stadtbahn und die Verbesserungen der Achse Potsdam-Berlin kommt den Regionalverkehrsverbindungen in alle Teile Brandenburg zugute. Durch zusätzliche Fahrmöglichkeiten über die entlastete Stadtbahn kann der Vorortverkehr vom RegionalExpress-Verkehr stärker getrennt werden.

Alle Aktivitäten (z.B. Radwegtrassen auf für den Bahnbetrieb zukünftig notwendigen Teilflächen), die eine solche Wiederinbetriebnahme verhindern oder verzögern können, sind daher kontraproduktiv. 

Der Landesparteitag der SPD Berlin hat am 14.11.2015 einen ähnlich lautenden Beschlussantrag angenommen. Sowohl die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam als auch der Kreistag Potsdam-Mittelmark unterstützen das Projekt.