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Mike Bischoff in der Aktuellen Stunde zur frühkindlichen Bildung: „Mehr Zeit für Bildung und mehr Personal in den Kitas“

In der Aktuellen Stunde des Landtags zum Thema frühkindliche Bildung hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Mike Bischoff heute die Pläne für eine weitere Stärkung der Kitas in Brandenburg erläutert. Er sagte unter anderem: „Wir sind uns hier alle einig: Kitas sind keine Aufbewahrungsorte für Kinder. Sie sind Bildungsstätten. Hier werden für unsere Kinder die Grundlagen gelegt. Hier entscheidet sich, ob ein guter Übergang in die Grundschule gelingt. Weil wir das wissen, haben wir als Koalition die Kitaausgaben seit 2009 fast verdreifacht – auf 387 Millionen Euro im Jahr 2018. Damit verbessern wir den Betreuungsschlüssel, damit haben unsere Erzieherinnen mehr Zeit für jedes einzelne Kind. Und damit hat jedes einzelne Kind bessere Startchancen. (…)

Wir werden dafür sorgen, dass die dem Land zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Betreuungsgeld in Höhe von etwa 60 Millionen Euro vollständig in unsere Kitas fließen. So werden wir das Programm Kita Plus auflegen. Dabei setzen wir vier Schwerpunkte. 

Konkret wollen wir erstens ein Investitionsprogramm für Sanierung und Neubau von Kitas finanzieren. Dafür stellen wir 20 Millionen Euro bis 2019 bereit.
Zweites Ziel ist es, dass unsere Kitas mehr Zeit für Bildung haben. Dazu verbessern wir die inhaltliche und organisatorische Qualität der Einrichtungen. Konkret sollen die Kitaleitungen mehr Freiräume erhalten. Um das zu realisieren, werden wir ab 2017 aufsteigend jährlich und dauerhaft acht Millionen Euro ausreichen.
Und drittens, das ist mir besonders wichtig: Wir wollen die Kitas stärker unterstützen, die schwierige soziale Herausforderungen zu meistern haben. Wir dürfen die Kinder mit mehr Förderbedarf nicht im Stich lassen. Da es sich hierbei zumeist um die Kindertagestätten in unseren Kiezen handelt, nennen wir sie ruhig Kiez-Kitas.
Und viertens wollen wir langfristig auch die Finanzierung der Kitas überdenken. Teilweise werden Familien, insbesondere wenn sie mehrere Kinder haben, finanziell stark durch Kitagebühren belastet. Unser Ziel ist es, diese Belastungen der Familien zu reduzieren. (…)

Das Kitaprogramm hat bis 2019 einen Umfang von 69 Millionen Euro. Danach werden noch 28 Millionen Euro jährlich zu Buche schlagen. Wir setzen uns also ehrgeizige Ziele für die Zukunft. In den Kindertagesstätten soll es mehr Zeit für Bildung, mehr Personal für Kiez-Kitas und eine finanzielle Entlastung der Familien geben. Mit dem Doppelhaushalt machen wir uns auf den Weg, und zwar Schritt für Schritt.“